Wieso sind denn nun wieder alle empört? Entweder haben einige ein schlechtes Kurzzeitgedächniss, oder glauben insgeheim immer noch an so etwas wie den Rechtsstaat. Wieso ist es ein Skandal das nun die Faschisten durch die Neustadt laufen sollen. Natürlich ist das von antifaschistischer Seite ein Skandal. Allerdings hält sich meine Empörung über die Entscheidung in grenzen. Jedes mal wenn Großaufmärsche mobilisiert sind, gibt es Verbotsverfahren im Vorfeld. Und jedes mal stellen wir fest, das 48 Stunden oder manchmal in der Nacht davor, die Sache dann doch irgendwie durch die Gerichte geht. Das wiederholt sich periodisch, wie Geschichte im allgemeinen. Fazit von unserer Seite sollte eigentlich sein, sich niemals auf Gerichte zu verlassen und den antifaschistischen Selbstschutz im Vorfeld sicher zu stellen. Alles andere wird der Tag selber zeigen, aber diese falsche Empörung über Fehlurteile der Gerichte kotzt mich einfach an. Passt auf euch auf! Dresden war den Behörden schon immer ein Datum um unliebsame Antifaschisten für einige Zeit einzusperren ohne Beweise und mit konstruierten Verfahren. Also Augen auf in eurer Sportgruppe!
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Die Schüsse auf die Alte Meierei in Kiel schockierten bundesweit Antifaschisten. Die neue Qualität der Neonazi Gewalt sollten wir ernst nehmen. Ein Wohnprojekt wurde gezielt mit 9mm Munition beschossen. Und zwar genau dort wo noch Licht brannte. Dies stellt einen direkten Angriff auf die Menschen im Haus da. Immer wieder kommt es in der Region zu Anschlägen des braunen Nazipacks auf Menschen die nicht in ihr Weltbild passen. So gab es Brandanschläge auf Häuser und Autos, direkte Angriffe auf vermeintliche Linke auf ein fahrendes Auto und eben die Schüsse auf die Alte Meierei. Bei Freie-Radios gibt es ein Telefoninterview mit einem Antifaschisten aus der Region. Der Schock der den Leuten vor Ort in den Knochen liegt, ist deutlich an beim Interview zu spüren. Es ist an uns, den Menschen vor Ort zu Signalisieren das wir da sind. Wir sind ebenfalls Wütend und werden es nicht hinnehmen das die Neonazis wieder Land gewinnen. Auch bei uns vor Ort in Berlin und Umland steigt die Qualität. Dies zeigt der Anschlag auf das Haus der Demokratie in Zossen. Was vor eine paar Tagen vollkommen abgebrannt wurde.
In Kiel, in Zossen und Dresden! Antifa heisst Angriff!
Seit ein paar Stunden geistern die ersten Meldungen durchs Netz, das der Schäuble die G20 Staaten für Mai nach Berlin einläd. Hier bietet sich die Chance mit einer kurzen aber kraftvollen Mobilisierung den Gipfel zum Desaster zu machen. Genaue Info’s über den Ablauf sind bis jetzt noch nicht veröffentlicht, dies sollte aber in den nächsten Wochen durchsickern.
Der Hoflieferant der B.Z. wenn es um das Thema „linke Terroranschläge, Hassbrenner und Sex&Crime“ in Berlin geht, stand durch die letzte Verhaftung eines Genossen in Friedrichshain, vermehrt in den linken Medien. Im Hause SpreePicture hat sich jedoch einiges geändert. Zum einen hat die Intensität der Bilderflut um ein vielfaches zugenommen. Schon wenige Minuten nachdem irgendwo in Berlin etwas passiert, treffen die Agentur Fotografen am Tatort ein. So schafften sie es bei den Schüssen eines Zivi-Bullen am Forckenbeckplatz in Friedrichshain noch vor dem Krankenwagen anzukommen, um so die wirklich exklusivsten Bilder zu schiessen. Die enge Verzahnung dieser Fotografen zwischen Hoflieferanten der Berliner Yellow Press und der Berliner Polizei, soll nach zugespielten Informationen so eng sein, dass die Bullen es stillschweigend akzeptieren, die Agentur SpreePicture als erste zu Informieren was gerade läuft. Die Schlange bei den Berliner Staatschutz Bullen liefert zuverlässig Informationen an die Yellow Press, so tauchten im vergangenen Jahr auch minütlich nach Polizei Razzien vor Wohnungen von Linken, schon die Geier auf.
Im letzen Beitrag zu SpreePicture wurde Andreas Markus hinter SpreePicture vorgestellt, dies entspricht nicht mehr der Wahrheit. Seit Dezember 2008 arbeitet dieser nicht mehr für die Agentur. Inhaber von SpreePicture ist Christian Wernicke. Markus wurde ersetzt durch den neuen Mitarbeiter Rico Vogel.
Ausserdem wurden wir auf eine Verbindung zu SpreePicture und dem Beisitzer im Kreisvorstand der CDU Thomas Schröder in Berlin-Pankow hingewiesen. Dort sei er bekannt für den eher rechten rechten Flügel, andere nennen ihn auch einen Nazi.
Fest steht, die Agentur SpreePicture steckt tief im Sumpf der MedienHetze der letzen Zeit. Ebenso wie BILD, B.Z., Tagesspiegel und Morgenpost. Einige Redakteure schiessen sich seit langem auf das Thema ein und schüren geistige Brandstiftung. Beim letzen Großangriff der Berliner Medienlandschaft gegen die Linke Szene in Berlin fiele Schüsse. Josef Bachmann sah sich mit seinen Kameraden gezwungen endlich etwas zu tun und schoss Rudi Dutschke mehrere Kugeln in den Kopf. Wir werden es nicht zulassen das Springer und Ullstein die nächste Waffe entsichern! Deshalb Springer und Co. enteignen! SpreePicture den Film belichten…
Der Quelle Katalog wird nicht mehr gedruckt. Schrecklich, was sollen wir nur tun? Anscheinend weigern sich die Druckereien den neuen Katalog zu drucken, da sie die Vermutung haben, das der KarstadtQuelle Konzern nicht zahlen kann. Meiner Meinung nach nicht schlimm, in Zeiten von Onlineversand trauer ich dem dicken Papierklotz keine Träne nach. Einigster Gedanke ist, dass viele ältere Menschen nun sich mit der Thematik Online-Versand beschäftigen müssen, bzw. den Otto Versand gibt es ja auch noch.
Was passiert sonnst noch so zur Zeit, vielleicht mal ein paar wichtigere politische Gedanken:
Für die Häuser-Szene liefen die letzen Tage nicht so optimal. Die Liebig14 betont nochmals, dass sie in den nächsten Monaten Unterstützung braucht, da das Hausprojekt akut räumungsbedroht ist. In Prag ist Mensch da schon einen Schritt weiter und steht vor vollendeten Tatsachen. Das squatMilada wurde geräumt. In Magdeburg hat sich die Sache vorerst auch erledigt, denn die BesetzerInnen haben sich entschieden das Gebäude freiwillig zu verlassen, da der Druck der Bullen von aussen in den letzten Tagen massiv zugenommen hat. Die Kampagne soll aber weiter gehen. Der Sommer könnte also noch heiß werden, schliesslich steht die angesagte Räumung der Brunnenstraße 183 noch an, die Rigaer94 steckt momentan ebenso wie die von Suitbert Beulker gekaufte Liebig14 in Prozessen.
Hamburg bereitet sich auf das morgen stattfindende Schanzenfest vor, wo die Behörden jetzt schon von massiven Ausschreitungen ausgehen. Die Stimmung wird zur Zeit angeheizt von der Eröffnung einer neuen Mc Donalds Filiale direkt am Bahnhof Sternschanze. Gehen wir aber mal davon aus, dass sich die Hamburger Bullen darauf konzentrieren werden. Das sie nicht die gesamte Stadt kontrollieren, sieht Mensch an diesem Beispiel, denn innerhalb von 10 Minuten sind wohl in einer koordinierten Angriffsaktion, zehn Fahrzeuge im Stadtgebiet in Flammen aufgegangen. Die Behörden kündigten schon an, dass sie Objekte bei denen es in den letzten Jahren immer wieder zu angriffen gekommen ist, verstärkt Kameraüberwachung einsetzen werden. Genaue Zahlen geben sie natürlich nicht bekannt. Aber wir werden ja sehen, die Bilanz wird ja immer noch nachher gezogen.
Heute findet in Berlin ab 16 Uhr noch eine antifaschistische Demo statt, die die Zustände in der Ukraine und Russland thematisieren will. Die Fälle von politischen Morden steigen rapide an und die Regierungen der betreffenden Länder ignorieren wie vieler Orts die Verfolgung der Täter. Der letzte neofaschistische Mord fand gestern statt.
In Sachsen Anhalt kam es in der letzten Woche offenbar zu einem rassistischen Brandanschlag. Bei Möhlau in der Nähe von Dessau wurde ein Iraker vor dem Grundstück des Aufnahme „Lagers“ offenbar von unbekannten mit Benzin übergossen und angesteckt. Die Person hat den Anschlag offenbar überlegt und liegt zur Zeit schwer verletzt in einer Klinik. Die genauen Umstände in diesem Fall sind bisher noch sehr dünn, so dass zum jetzigen Zeitpunkt vieles in Spekulationen enden würde. Sollte es sich jedoch um einen rassistischen Brandanschlag handeln, sollte dieser Vorfall nicht unbeantwortet bleiben.
Wann immer in Berlin Autos brennen, nach kurzer Zeit taucht SpreePicture auf. Zumindest bedient SpreePicture die Medien immer aktuell mit den neusten Bränden. Hinter SpreePicture steckt der Berliner Fotograf Andreas Markus. Anscheinend gefüttert mit Info’s von der Berliner Polizei und dem abhören des Polizeifunks, ist er immer an vorderster Front, wenn es Knallt in Berlin. Anscheinend verdient der Herr in den letzen Wochen recht gut, denn schliesslich sind die Medien zur Zeit scharf auf Bilder von brennenden Autos und vielleicht sogar von Hassbrennern die in der Wanne sitzen. Nach ein wenig Recherche nun, fand ich hier ein Interview was mit ihm geführt wurde zum ersten Mai, sein Flickr Stream findet sich im übrigen hier. Da er bedingungslos mit Springer kooperiert, sollte bei linksradikalen Demo’s verwiesen werden.
Netter Nebeneffekt der Berliner Polizei ist durch die häufigen Brandstreifen die sie nun fahren müssen, dass sie den ein oder anderen Einbrecher oder Autodiebe auf frischer Tat erwischen und dank den Yellow Press Fotografen auch gleich Medienwirksam in die Berliner Journaille unterbringen können. Nebenbei fällt AktivistInnen momentan beim durch die Kieze laufen auf, dass es anscheinend eine Debatte über Fotos im allgemeinen gibt. Auf Plakaten im Kiez wird der „Handy/Youtube geile Riot-Bilder“ Wahn auf den Demos der letzen Monaten thematisiert. Erst vor kurzem wurde wieder ein Mensch wegen Youtube Bildern von der unitedwestay Demo zu 15 Monaten verurteilt. Der Fall erinnert an den Prozess von Christian S., der auch aufgrund eines Handybildes verurteilt wurde, welches am 01. Mai 2004 von ihm geschossen wurde. Generell kann ich dazu nur sagen: Die üblichen verdächtigen linken Medienkollektive die seit Jahren dokumentieren und sicher mit den Bildern umgehen sei die Begleitung unserer Demos gestattet, wer Bilder schiessen will von direkten Aktionen gehört aus dem Block geschmissen. Schützt und sichert bei Tumulten GenossInen ab und zeigt mit Nachdruck das ihr keinen Bock habt das ihr abgelichtet werdet.
Die Jungle World beschäftigt sich zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit mit den Action Weeks und deren mehr oder weniger theoretisch untermauerten militanten Kampf gegen Gentrification in den Bezirken. „Die Theorie zur Aktion“ heisst es in der Überschrift. Keine Aktion ohne Theorie hieß es mal, aber auch keine Theorie ohne Praxis. Und genau da liegt meiner Meinung nach der Unterschied, während der Linksradikale noch philosophisch über das wachsende Problem nachdenkt, klirren beim Militanten bereits die Scheiben und die Beutel platzen an der Fassade. Ein schönes Beispiel dazu in der letzen Zeit war auch das Statement, dass es bei den Carlofts wohl nicht so gut läuft, was auch an anderen Stellen in der Stadt der Fall ist. Denn versaute Fassaden, eingeschlagene Scheiben und Müll vor den teuren Palästen, sorgt für länger andauernden Leerstand, was beim Besitzer ebenfalls auf dauer zu selbigen in der Kasse führt. Und bei der morgendlichen Zeitungslektüre musste ich dann fasst heulen, als die Öko Yuppies im Tagesspiegel vollkommen fassungslos darüber berichten, dass sie es nicht verstehen können, dass irgendwelche Linken ihnen einen Brandsatz in den Rohbau knallen. Schliesslich versuchen sie ja irgendwie das selbe wie die Leute in Hausprojekten, nur eben das sie das Haus kaufen und nicht besetzen…