Nach dem Urteil gegen die angeklagten Berliner Bullen die in der Sylvesternacht 2008 den Neuköllner Dennis J. erschossen hatten, gab es noch am selben Abend eine Demonstration in Berlin-Neukölln. Diese wurde brutal von den Berliner Bereitschaftsbullen angegriffen und diverse beteiligte vorläufig festgenommen.
Nach den Bemühungen der letzten Monate, bemerkt auch die Presse langsam den Schulterschluss zwischen Neuköllner „ProblembewohnerInnen“ und teilen der anarchistischen Szene in Berlin.
"Früher haben uns die Autonomen nicht interessiert", sagt einer von J.s Freunden. "Wir haben gedacht, was sind das für Spinner? Jeden 1. Mai prügeln sie sich mit den Bullen und riskieren dafür Knast. Das war nicht unser Ding. Wir waren mehr auf Geld fixiert." Dann ist die Sache mit Dennis passiert. "Wir haben gemerkt, die Autonomen sind wirklich gegen Polizeigewalt. Wir haben ein gemeinsames Interesse", sagt ein anderer. "Was mit Dennis passiert ist, darf nicht sein".
Den ganzen Artikel findet ihr hier in der Taz.
Die Jungle World beschäftigt sich zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit mit den Action Weeks und deren mehr oder weniger theoretisch untermauerten militanten Kampf gegen Gentrification in den Bezirken. „Die Theorie zur Aktion“ heisst es in der Überschrift. Keine Aktion ohne Theorie hieß es mal, aber auch keine Theorie ohne Praxis. Und genau da liegt meiner Meinung nach der Unterschied, während der Linksradikale noch philosophisch über das wachsende Problem nachdenkt, klirren beim Militanten bereits die Scheiben und die Beutel platzen an der Fassade. Ein schönes Beispiel dazu in der letzen Zeit war auch das Statement, dass es bei den Carlofts wohl nicht so gut läuft, was auch an anderen Stellen in der Stadt der Fall ist. Denn versaute Fassaden, eingeschlagene Scheiben und Müll vor den teuren Palästen, sorgt für länger andauernden Leerstand, was beim Besitzer ebenfalls auf dauer zu selbigen in der Kasse führt. Und bei der morgendlichen Zeitungslektüre musste ich dann fasst heulen, als die Öko Yuppies im Tagesspiegel vollkommen fassungslos darüber berichten, dass sie es nicht verstehen können, dass irgendwelche Linken ihnen einen Brandsatz in den Rohbau knallen. Schliesslich versuchen sie ja irgendwie das selbe wie die Leute in Hausprojekten, nur eben das sie das Haus kaufen und nicht besetzen…