Archiv der Kategorie 'Medien'

Schiffe versenken auf italienisch

Was ist da eigentlich los gerade im Mittelmeer? Seit gut zwei Wochen beherrscht ein umgekipptes und vollgelaufenes Kreuzfahrtschiff die Medienlandschaft, zumindest in den deutschen Boulevardmedien. Einerseits natürlich vollkommen gerechtfertigt, es ist schon krass solch einen Kahn auf Grund zu setzten. Die Empörung um den Kapitän, der „sein“ Schiff verlassen hat, klingt in erster Reaktion auch verständlich. Näher betrachtet allerdings stammt dieser „Kodex“ aus Zeiten in denen das Kapitänspatent aus Kriegsmarine zusammenhängen stammt und im enddefekt mir es ziemlich egal wenn es darum geht nen sinkenden Kahn zu verlassen. Das einigste was relativ Menschlich wäre, wenn die Crew eines solchen Schiffes den Überblick in solch einer Situation bewahrt und eine Evakuierung halbwegs koordiniert. Irgendwo kommt ja auch der Spruch: Rettet sich wer kann!

Was angesichts der Debatte übel aufstößt ist doch, dass letztendlich die Sache glimpflich ausgegangen ist und von über 4000 Leuten an Board es bei den vergleichbar geringen Opferzahlen geblieben ist. Wer die schiere große eines solchen Schiffes kennt, weiss das es in Paniksituationen nun mal Orte gibt, in denen es quasi unmöglich ist noch raus zu kommen. In der heutigen BILD macht ein Passagier der angesichts der Katastrophe mit dem Leben davon kam, eine Liste von seinen Besitztümern die im Kahn versunken sind. Das grenzt schon an Perversität. Ich stell jetzt einfach mal seit 1992 die über 10.000 Boatpeople gegenüber, die teilweise noch absichtlich von Frontex und den Regierungen versenkt, zumindest billigend in kauf genommen werden. Das kotzt mich an!

SpreePicture Update

Der Hoflieferant der B.Z. wenn es um das Thema „linke Terroranschläge, Hassbrenner und Sex&Crime“ in Berlin geht, stand durch die letzte Verhaftung eines Genossen in Friedrichshain, vermehrt in den linken Medien. Im Hause SpreePicture hat sich jedoch einiges geändert. Zum einen hat die Intensität der Bilderflut um ein vielfaches zugenommen. Schon wenige Minuten nachdem irgendwo in Berlin etwas passiert, treffen die Agentur Fotografen am Tatort ein. So schafften sie es bei den Schüssen eines Zivi-Bullen am Forckenbeckplatz in Friedrichshain noch vor dem Krankenwagen anzukommen, um so die wirklich exklusivsten Bilder zu schiessen. Die enge Verzahnung dieser Fotografen zwischen Hoflieferanten der Berliner Yellow Press und der Berliner Polizei, soll nach zugespielten Informationen so eng sein, dass die Bullen es stillschweigend akzeptieren, die Agentur SpreePicture als erste zu Informieren was gerade läuft. Die Schlange bei den Berliner Staatschutz Bullen liefert zuverlässig Informationen an die Yellow Press, so tauchten im vergangenen Jahr auch minütlich nach Polizei Razzien vor Wohnungen von Linken, schon die Geier auf.

Im letzen Beitrag zu SpreePicture wurde Andreas Markus hinter SpreePicture vorgestellt, dies entspricht nicht mehr der Wahrheit. Seit Dezember 2008 arbeitet dieser nicht mehr für die Agentur. Inhaber von SpreePicture ist Christian Wernicke. Markus wurde ersetzt durch den neuen Mitarbeiter Rico Vogel.

Ausserdem wurden wir auf eine Verbindung zu SpreePicture und dem Beisitzer im Kreisvorstand der CDU Thomas Schröder in Berlin-Pankow hingewiesen. Dort sei er bekannt für den eher rechten rechten Flügel, andere nennen ihn auch einen Nazi.

Fest steht, die Agentur SpreePicture steckt tief im Sumpf der MedienHetze der letzen Zeit. Ebenso wie BILD, B.Z., Tagesspiegel und Morgenpost. Einige Redakteure schiessen sich seit langem auf das Thema ein und schüren geistige Brandstiftung. Beim letzen Großangriff der Berliner Medienlandschaft gegen die Linke Szene in Berlin fiele Schüsse. Josef Bachmann sah sich mit seinen Kameraden gezwungen endlich etwas zu tun und schoss Rudi Dutschke mehrere Kugeln in den Kopf. Wir werden es nicht zulassen das Springer und Ullstein die nächste Waffe entsichern! Deshalb Springer und Co. enteignen! SpreePicture den Film belichten…

SpreePicture verdient, andere werden verknackt

Wann immer in Berlin Autos brennen, nach kurzer Zeit taucht SpreePicture auf. Zumindest bedient SpreePicture die Medien immer aktuell mit den neusten Bränden. Hinter SpreePicture steckt der Berliner Fotograf Andreas Markus. Anscheinend gefüttert mit Info’s von der Berliner Polizei und dem abhören des Polizeifunks, ist er immer an vorderster Front, wenn es Knallt in Berlin. Anscheinend verdient der Herr in den letzen Wochen recht gut, denn schliesslich sind die Medien zur Zeit scharf auf Bilder von brennenden Autos und vielleicht sogar von Hassbrennern die in der Wanne sitzen. Nach ein wenig Recherche nun, fand ich hier ein Interview was mit ihm geführt wurde zum ersten Mai, sein Flickr Stream findet sich im übrigen hier. Da er bedingungslos mit Springer kooperiert, sollte bei linksradikalen Demo’s verwiesen werden.

Netter Nebeneffekt der Berliner Polizei ist durch die häufigen Brandstreifen die sie nun fahren müssen, dass sie den ein oder anderen Einbrecher oder Autodiebe auf frischer Tat erwischen und dank den Yellow Press Fotografen auch gleich Medienwirksam in die Berliner Journaille unterbringen können. Nebenbei fällt AktivistInnen momentan beim durch die Kieze laufen auf, dass es anscheinend eine Debatte über Fotos im allgemeinen gibt. Auf Plakaten im Kiez wird der „Handy/Youtube geile Riot-Bilder“ Wahn auf den Demos der letzen Monaten thematisiert. Erst vor kurzem wurde wieder ein Mensch wegen Youtube Bildern von der unitedwestay Demo zu 15 Monaten verurteilt. Der Fall erinnert an den Prozess von Christian S., der auch aufgrund eines Handybildes verurteilt wurde, welches am 01. Mai 2004 von ihm geschossen wurde. Generell kann ich dazu nur sagen: Die üblichen verdächtigen linken Medienkollektive die seit Jahren dokumentieren und sicher mit den Bildern umgehen sei die Begleitung unserer Demos gestattet, wer Bilder schiessen will von direkten Aktionen gehört aus dem Block geschmissen. Schützt und sichert bei Tumulten GenossInen ab und zeigt mit Nachdruck das ihr keinen Bock habt das ihr abgelichtet werdet.